Zehenschutzkappen bei Sicherheitsschuhen - Materialien & Eigenschaften

15.06.2019 10:53

Zehenschutzkappen bei Sicherheitsschuhen

Sicherheitsschuhe verbindet man noch immer mit schweren Stahlkappen. Aber diese Zeiten sind vorbei, moderne Sicherheitsschuhe verfügen über unterschiedliche Schutzkappen, die den Vorderfuß vor Verletzungen schützen.

Die klassische Stahlkappe gehört mehr und mehr der Vergangenheit an. in der heutigen Zeit wird der Fokus bei modernen Arbeitsschuhen immer mehr auf Komfort gelegt und Komfort bedeutet auch, dass ein Sicherheitsschuh leicht sein muss.

Moderne Materialien finden immer mehr den Einzug in die Welt der Sicherheitsschuhe.

Jedes Material hat seine eigenen Vorteile - hier finden Sie eine kleine Information zu den verschiedenen Schutzkappen - Typen:

Zehenschutzkappen nach der EN ISO 20345 und EN ISO 20347 findet man in den Bereichen Sicherheits- und Berufsschule. Diese Schutzkappen werden nach der DIN EN 12568 geprüft, um in den o. g. Schuhen verwendet zu werden.

Bei der Prüfung nach der DIN EN 12568 durchlaufen diese Zehenschutzkappen verschiedene Fall- und Drucktests, wobei sich die Krafteinwirkung auf 200 Joule beläuft. Das entspricht in etwa einem Gewicht von ca. 20kg, dass aus ca. einem Meter auf die Kappe fällt.

In der Praxis halten diese Kappen aber deutlich mehr aus. Bei diesem Test darf die Resthöhe zwischen Zehen und Schutzkappe einen festgelegten Wert nicht unterschreiten. Daher dürfen auch in Sicherheitsschuhen ohne entsprechende Zertifizierung keine orthopädischen Einlegesohlen eingelegt werden, da diese den Abstand zwischen Schutzkappe und Sohle verringern.

Die Stahlkappe

die Schutzkappe aus Stahl ist die älteste Form der Zehenschutzkappen, wobei sich die Fertigungsmethoden in den letzten Jahren deutlich verändert haben, was auch das Gewicht dieser Schutzkappen betrifft.

Der Vorteil der Stahlkappe ist, dass die Materialstärke nicht sehr dick sein muss, um die Anforderungen der DIN EN 12568 zu erfüllen, daher bleibt im Zehenbereich der Schuhe ausreichend Platz, ohne die Form des Schuhs extra verbreitern zu müssen. Stahlkappen zeichnen sich durch Ihre robuste und unempfindliche Eigenschaft aus. Zudem ist der Materialpreis wesentlich geringer, so dass Stahlkappen meist bei günstigeren Sicherheitsschuhe Anwendung finden.

Die Nachteile sind jedoch, dass Stahlkappen relativ schwer im Vergleich zu modernen Materialien wie Aluminium und Kunststoff sind. Durch das Gewicht liegt an der Schuhspitze wodurch der Schwerpunkt der Schuhe im vorderen Bereich liegt wodurch man leichter stolpern kann. Zudem kann es bei längerem tragen zu Ermüdungserscheinungen kommen.


Der größte Nachteil der Stahlkappe liegt aber darin, dass sich diese bei erheblicher Krafteinwirkung verformen können und die Zehen bei einem Unfall zwischen Schutzkappe und Sohle eingeklemmt werden.

Die Alu Kappe

Zehenschutzkappen aus Aluminium sind die leichtere Alternative zur Stahlkappe. Diese Schutzkappen haben die meisten Vorteile der bewährten Stahlkappe, sind aber deutlich leichter. Zudem hat Aluminium keine thermische Leitfähigkeit, so dass Kälte nicht von der Schutzkappe gespeichert wird, im Gegensatz zu der Stahlkappe.

Die Kunststoffkappe

Die Zehenschutzkappe aus Kunststoff ist die neueste Kappenart. Diese Schutzkappe ist besonders leicht und widerstandsfähig. Auch Kunststoffkappen müssen die Anforderungen der DIN EN 12568 erfüllen, genau wie die Schutzkappen aus Stahl und Aluminium.

Diese Schutzkappen können auch in Arbeitsumgebungen eingesetzt werden, die z.B. durch Metalldetektoren


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